Niedersachsen Additiv: Dialog on the Road – 3D-Druck in der Praxis

3D-Druck: Fertigungsverfahren als Chance für den Mittelstand

Werkstattgespräch von Niedersachsen ADDITIV im Technologiezentrum Nordenham

Was können eigentlich additive Fertigungsverfahren? Wo und wie kommen diese Verfahren zum Einsatz? Wie können klein- und mittelständische Unternehmen davon profitieren?

Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt eines Werkstattgesprächs, das am 30.09.2021 „Niedersachsen ADDITIV“ auf Einladung des Technologiezentrum Nordenham veranstaltet hat.

Der 3D-Druck oder die „additive Fertigung“ ist die Bezeichnung für Fertigungsverfahren, bei denen dreidimensionale Werkstücke durch einen computergesteuerten schichtweisen Aufbau aus flüssigen oder festen Werkstoffen nach vorgegebenen Maßen und Formen  gebaut werden.

Niedersachsen ADDITIV, das gemeinsame Projekt der beiden niedersächsischen Forschungsinstitutionen Laser Zentrum Hannover e.V. und Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH, möchte Klein- und mittelständischen Unternehmen sowie Handwerksbetrieben in Niedersachsen einen einfachen und überschaubaren Einstieg in das Themengebiet der Additiven Fertigung geben und sie bei der Einführung und Weiterentwicklung von 3D-Druck-Verfahren unterstützen. Den Betrieben bietet das Fertigungsverfahren zahlreiche Vorteile. So ist die Fertigung schnell und ressourcenschonend, Prototypen und Kleinserien lassen sich kostengünstig umsetzen. In der Konstruktion und der Individualisierung der Fertigung ergeben sich mit geringem Aufwand viele Möglichkeiten.

Nach einem grundlegenden Vortrag mit aktuellen Informationen zum 3D-Druck von Prof. Dr. Henning Ahlers, berichteten vor rund 25 Teilnehmenden Michael Mack, von der Computer Mack GmbH im Technologiezentrum Nordenham,  Elmar Taubenrauch, BENTHIN Technology GmbH, Bremerhaven sowie Alexander Joneit, BEGO Bremer Goldschlägerei GmbH & Co. KG, Bremen über ihre Erfahrungen und von den Vorteilen des 3D-Drucks in ihren Unternehmen.

Die Teilnehmenden nutzten den Erfahrungsaustausch ausgiebig und informierten sich an den Exponaten und dem von der Fa. Mack aufgestellten 3D-Drucker.

Unternehmen, die eine Projektidee entwickelt haben und diese nun mittels Additiver Fertigung umsetzen wollen, werden im Rahmen des Praxis-Check 3D-Druck von Niedersachsen ADDITIV bei der Realisierung ihres Vorhabens begleitet. Dabei werden Empfehlungen für geeignete Materialien und Verfahren sowie die ganzheitliche Integration des 3D-Drucks in die Produktion gegeben. Auch erste Bauteile können auf der Demonstrationsfläche des Laser Zentrum Hannover e.V. gedruckt werden. (Weitere Infos unter www.niedersachsen-additiv.de/angebote/praxis-check-3d-druck).

Darüber hinaus werden Anwender, Hersteller und Dienstleister im kostenlosen Netzwerk Niedersachsen ADDITIV zusammengeführt, Veranstaltungen sowie Weiterbildungsangebote für Einsteiger und Erfahrene runden das Angebot ab.

von links nach rechts: Dr. Olaf Gedrat (Technologieberater TZN), Jürgen B. Mayer (Geschäftsführer TZN), Prof. Dr. Henning Ahlers (Geschäftsführer LZH Laser Akademie GmbH), Michael Mack (Geschäftsführer Computer Mack)